Aquaplaning auf BAB 31 – Transporter kippt auf Seite

Einsatzort:            Schüttorf (NDS)

Straße:                  BAB 31 Emden – Ochtrup-Nord <> Schüttorf-Ost

Alarmzeit:            30.07.2026 – 19:48 Uhr                                                              

Einsatzbericht:

Die Feuerwehr Ochtrup wurde am Donnerstagabend mit dem Einsatzstichwort „1_RTW“ zur Absicherung des rettungsdienstlichen Personals auf die Bundesautobahn 31 (BAB 31) in Fahrtrichtung Emden alarmiert. Laut erster Meldung der Kreisleitstelle Steinfurt sollte es zwischen den Anschlussstellen „Ochtrup-Nord“ und „Schüttorf-Ost“ zu einem mutmaßlichen Verkehrsunfall gekommen sein.

 

Bei Eintreffen der ersten Kräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr an der zunächst gemeldeten Einsatzstelle fanden diese rund 800 Meter hinter der Anschlussstelle „Ochtrup-Nord“ einen Alleinunfall eines mit zwei Personen besetzten Pkw vor. Der Fahrer hatte aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, kollidierte zunächst mit der Mittelschutzplanke und kam nach einer weiteren Kollision mit der rechten Schutzplanke am Fahrbahnrand zum Stehen. Im Rahmen der ersten Erkundung stellte sich jedoch schnell heraus, dass keiner der beiden Insassen verletzt worden war.

 

Parallel zur Erkundung erhielt die Kreisleitstelle Steinfurt über die Leitstelle „Ems/Vechte“ sowie die Einsatzkräfte vor Ort durch den Hinweis eines Verkehrsteilnehmers auf der Gegenfahrbahn Informationen über einen weiteren Verkehrsunfall in Fahrtrichtung Emden. Von der Leitstelle „Ems/Vechte“ wurde zudem mitgeteilt, dass die Meldung auf einem automatisch ausgelösten E-Call-Notruf beruhte und dort von einer eingeklemmten Person ausgegangen wurde.

 

Aufgrund dieser Informationen setzten die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst ihre Fahrt in Richtung der vermuteten zweiten Einsatzstelle fort. Ein nachrückendes Feuerwehrfahrzeug verblieb zunächst zur Absicherung der ersten Unfallstelle bis zum Eintreffen der Autobahnpolizei und rückte anschließend ebenfalls zur zweiten Einsatzstelle nach.

 

Dort stellte sich heraus, dass die Fahrerin eines Transporters auf regennasser Fahrbahn die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren hatte. Der Transporter kollidierte mit der Mittelschutzplanke und kippte anschließend auf die Fahrerseite. Entgegen der ersten Meldung war die Fahrerin jedoch nicht in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. Sie hatte dieses bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte selbstständig verlassen. Nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst wurde sie zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.

 

Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab, nahm auslaufende Betriebsstoffe auf und schuf über die Windschutzscheibe einen Zugang zum Fahrzeuginneren, um persönliche Wertgegenstände und wichtige Dokumente bergen zu können. Da der Transporter beide Fahrstreifen der Bundesautobahn blockierte, wurde das Fahrzeug mithilfe textiler Anschlagmittel an ein Einsatzfahrzeug angeschlagen und auf den Seitenstreifen gezogen. Dadurch konnte die linke Fahrspur bis zum Eintreffen des Abschleppunternehmens und der Bergung des Fahrzeugs wieder für den Verkehr freigegeben werden.

 

Nach Abschluss der feuerwehrtechnischen Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Autobahnpolizei übergeben. Für die Dauer der Maßnahmen war die BAB 31 in Fahrtrichtung Emden vollständig gesperrt. Die Feuerwehr Ochtrup war mit rund 15 Einsatzkräften vor Ort.

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