Rettungsdienst

Rettungsdienst im Kreis Steinfurt

Der Kreis Steinfurt ist als Träger des Rettungsdienstes für die bedarfsorientierte und flächendeckende Notfall-/ und Krankentransportversorgung der rund 444.500 Bürgerinnen und Bürger verantwortlich. Die gesetzliche Grundlage bildet hierfür das Rettungsdienstgesetz NRW (RettG NRW), welches am 18.03.2015 vom NRW-Landtag neu verabschiedet wurde und über die Organisation der Notfallrettung und des Krankentransportes bestimmt. Der Kreis ist somit verpflichtet eine genügende Anzahl an Rettungswachen und Fahrzeugen im ganzen Kreisgebiet vorzuhalten, damit die im RettG NRW festgelegte Hilfsfrist eingehalten werden kann. Die immer weiter steigenden Anforderungen an die rettungsdienstliche Versorgung werden regelmäßig in einem sogenannten „Rettungsdienstbedarfsplan“ analysiert und für den Kreis bindend festgehalten.

Die Besetzung und Unterhaltung der Rettungswachen wurde vom Kreis Steinfurt im Wesentlichen an die Städte und Gemeinden, sowie jeweils an jede im Katastrophenschutz eingebundene Hilfsorganisation (DRK, MHD, JUH) abgegeben. Derzeit stellt sich der Rettungsdienst im Kreis aus 19 Rettungstransportwagen (RTW), 9 Krankentransportwagen (KTW), sowie 9 Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) zusammen. Auch der in Rheine stationierte Rettungshubschrauber (RTH) Euro 2 und der im Greven stationierte Intensiv-Hubschrauber (ITH) Christoph Westfalen werden in Zusammenarbeit mit der ADAC Luftrettung von Kreis Steinfurt unterhalten. Für den Transport besonders schwergewichtiger Patienten steht in Rheine ein speziell ausgebauter RTW der Johanniter-Unfall-Hilfe im 24-Stunden-Dienst regional, sowie überregional zur Verfügung.

Foto: Thomas M. Weber - Webrock-foto.de

Koordiniert werden diese von der Kreisleitstelle Steinfurt mit Sitz in Rheine. Nach dem Brandschutz-Hilfeleistung-Katastrophenschutzgesetz (BHKG) ist der Kreis verpflichtet, eine ständig besetzte Leitstelle für den Feuerschutz und den Rettungsdienst zu besetzen. Dort nehmen geschulte Disponenten, welche zuvor eine feuerwehrtechnische, sowie rettungsdienstliche Ausbildung durchlaufen mussten, den Notruf entgegen und können durch taktische Abfrage die richtige Rettungsmittel entsenden. Durch die stetig steigenden Einsatzzahlen in der Notfallrettung und im Krankentransport belaufen sich die Gesamtkosten der rettungsdienstlichen Versorgung im Kreis Steinfurt jährlich auf rund 40 Millionen Euro. Die notärztliche Versorgung der 9 NEF Standorte werden durch den eigens eingerichteten Notarztpool des Kreises Steinfurt und durch die örtlichen Krankenhäuser gesichert.