Einsatzort: Ochtrup
Straße: B54 Enschede – Ochtrup „Weinerpark“ <> BAB 31 Ochtrup/Gronau
Alarmzeit: 31.08.2026 – 08:38 Uhr
Einsatzbericht:
[Erstmeldung: 31.08.2026 – 16:00 Uhr]
Die Feuerwehr Ochtrup wurde am Montagmorgen mit dem Einsatzstichwort „Fahrzeugbrand“ auf die Bundesstraße 54 in Fahrtrichtung Enschede alarmiert. Laut erster Meldung der Kreisleitstelle Steinfurt sollte ein LKW zwischen der Anschlussstelle „Ochtrup-Weinerpark“ und der Auffahrt zur Bundesautobahn 31 „Ochtrup/Nord“ in Brand geraten sein.
Bereits auf der Anfahrt konnten die ersten Kräfte der Feuerwehr eine deutliche Rauchentwicklung aus Richtung der gemeldeten Einsatzörtlichkeit feststellen. Des Weiteren erhielt die Leitstelle die Information, dass es sich bei der Beladung des LKW um Lithium-Ionen-Akkus handeln sollte.
Bei Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle bestätigte sich diese Meldung. Ein Sattelauflieger, welcher vollständig mit Lithium-Ionen-Akkus beladen war, stand in Vollbrand. Dem LKW-Fahrer war es gelungen, noch vor Eintreffen der Feuerwehr den Auflieger von der Zugmaschine zu trennen und diese in sicherer Entfernung abzustellen. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.
Die Feuerwehr leitete umgehend einen massiven Löschangriff von zwei Seiten ein und installierte eine sogenannte Riegelstellung, um ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Buschwerk zu verhindern.
Um den voraussichtlichen Bedarf an einer Vielzahl von Atemschutzgeräteträgern sowie größeren Mengen Löschwasser an der Einsatzstelle abzudecken, wurde Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Ochtrup ausgelöst. Des Weiteren waren Kräfte der Feuerwehren Gronau und Steinfurt zur Unterstützung der Löschmaßnahmen vor Ort.
Es wird nachberichtet …
[Nachtrag: 31.08.2026 – 20:30 Uhr]
Die Feuerwehr Ochtrup wurde am Montagmorgen mit dem Einsatzstichwort „Fahrzeugbrand“ auf die Bundesstraße 54 (B54) in Fahrtrichtung Enschede alarmiert. Laut erster Meldung der Kreisleitstelle Steinfurt sollte ein Lkw zwischen der Anschlussstelle „Ochtrup-Weinerpark“ und der Auffahrt zur Bundesautobahn 31 „Ochtrup/Nord“ in Brand geraten sein.
Bereits auf der Anfahrt konnten die ersten Kräfte der Feuerwehr eine deutliche Rauchentwicklung aus Richtung der gemeldeten Einsatzörtlichkeit feststellen. Des Weiteren erhielt die Leitstelle die Information, dass es sich bei der Beladung des Lkw um Lithium-Ionen-Akkus handeln sollte.
Bei Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle bestätigte sich diese Meldung. Ein Sattelauflieger, der vollständig mit Lithium-Ionen-Akkus beladen war, stand in Vollbrand. Dem Lkw-Fahrer war es gelungen, noch vor Eintreffen der Feuerwehr den Auflieger von der Zugmaschine zu trennen und diese in sicherer Entfernung abzustellen. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt.
Die Feuerwehr leitete umgehend einen massiven Löschangriff von zwei Seiten ein und installierte eine sogenannte Riegelstellung, um ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Buschwerk zu verhindern. Hierzu setzte sie zunächst vier Trupps unter Atemschutz mit handgeführten Strahlrohren ein.
Um den voraussichtlichen Bedarf an einer Vielzahl von Atemschutzgeräteträgern sowie größeren Mengen Löschwasser an der Einsatzstelle abzudecken, wurde bereits kurze Zeit nach Eintreffen Vollalarm für die gesamte Feuerwehr Ochtrup ausgelöst. Des Weiteren wurden in diesem Zuge ein weiteres Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Gronau sowie ein Abrollbehälter „Löschmittel“ der Feuerwehr Steinfurt angefordert.
Aufgrund der enormen Rauchentwicklung, bei der durch den Brand der Lithium-Ionen-Akkus toxische Brandgase freigesetzt werden konnten, wurde für den Bereich rund um den Weinerpark eine entsprechende Warnung über die Warn-App „NINA“ des Bundes herausgegeben.
Die Einsatzleitung bildete im Rahmen der Erstmaßnahmen drei Einsatzabschnitte. Neben dem Einsatzabschnitt 1 (EA 1) „Brandbekämpfung“ wurden die Einsatzabschnitte 2 (EA 2) „Löschwasserversorgung“ sowie 3 (EA 3) „Bereitstellungsraum“ eingerichtet.
Aufgrund des nicht vorhandenen Hydrantennetzes auf Bundesstraßen dieser Art stellte die Wasserversorgung in der Anfangsphase des Einsatzes eine besondere Herausforderung dar. Der Feuerwehr gelang es jedoch zeitnah, eine gesicherte und unabhängige Wasserversorgung auf der Bundesstraße aufzubauen. Hierzu wurde eine entsprechende Löschwasserzuleitung von einem nahegelegenen Hydranten in der Bauerschaft Weiner über eine landwirtschaftliche Fläche auf die Bundesstraße verlegt. Über diese wurden die Löschfahrzeuge auf der Fahrbahnseite in Fahrtrichtung Münster versorgt. Die eingesetzten Fahrzeuge im Bereich der Fahrtrichtung Enschede wurden durch einen eingerichteten Pendelverkehr von insgesamt fünf wasserführenden Fahrzeugen mit Löschwasser versorgt.
Die Löschmaßnahmen zogen sich aufgrund der besonderen Eigenschaften brennender Lithium-Ionen-Akkus zeitlich in die Länge. Nach rund 1,5 Stunden massivem Löschwassereinsatz konnten keine offenen Flammen am Sattelauflieger mehr festgestellt werden. Als Hauptproblem stellten sich zu diesem Zeitpunkt die weiterhin hohen Temperaturen im Bereich der zum Teil miteinander verschmolzenen Akkupakete dar. Aus diesem Grund wurde im weiteren Verlauf ein Wasserwerfer aufgebaut, mit dem das Brandgut weiter gekühlt wurde.
In diesem Zuge konnten die Kräfte aus Steinfurt sowie ein Tanklöschfahrzeug aus Gronau aus dem Einsatz entlassen werden. Die Besatzung eines weiteren Löschfahrzeugs der Feuerwehr Gronau verblieb mit mehreren Atemschutztrupps in Bereitstellung an der Einsatzstelle.
Durch den Straßenbaulastträger wurde im weiteren Verlauf des Einsatzes ein entsprechendes Fachunternehmen mit der Bergung und Sicherstellung des Brandgutes beauftragt. Mittels eines Greifbaggers wurden die zusammengeschmolzenen Akkupakete stückweise in entsprechende Mulden verladen und im Anschluss mit speziellem Löschgranulat bedeckt. Hierzu mussten Teile des Sattelaufliegers im Verlauf der Bergungsmaßnahmen mittels Motortrennschleifer zerschnitten werden.
Die Feuerwehr Ochtrup begleitete im Anschluss an die Bergungsmaßnahmen die Trägerfahrzeuge der Mulden bis zum Betriebsgelände der beauftragten Firma, wo diese auf einem sogenannten Havarieplatz abgestellt wurden.
Die Untere Wasserbehörde und das Umweltamt des Kreises Steinfurt waren ebenfalls vor Ort. Nach Rücksprache wurden Kräfte des LANUK NRW (Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW) mit einem speziellen Messfahrzeug zur Einsatzstelle geordert. Die Kräfte des LANUK NRW führten vor Ort entsprechende Bodenproben im Bereich der Sickerflächen des Löschwassers sowie der angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen durch. Entsprechende Handlungsanweisungen wurden durch das LANUK NRW an die zuständigen Behörden weitergeleitet.
Gegen 19:50 Uhr konnten die feuerwehrtechnischen Maßnahmen an der Einsatzstelle beendet werden. Die Bergungsfirma verließ mit den beladenen Mulden die Einsatzstelle und wurde dabei von einem Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Ochtrup begleitet. Der Straßenbaulastträger wird nun den Schaden an der Asphaltdecke begutachten und anschließend entsprechende Maßnahmen einleiten.
Für die Dauer der Lösch- und Bergungsmaßnahmen war die B54 zwischen den besagten Anschlussstellen vollständig gesperrt. Inwiefern die B54 aufgrund des Asphaltschadens im weiteren Verlauf vollständig oder teilweise wieder freigegeben werden kann, lässt sich derzeit noch nicht abschließend sagen und obliegt den weiteren Maßnahmen des Straßenbaulastträgers.
Die Feuerwehr Ochtrup war im Einsatzverlauf insgesamt mit rund 110 Einsatzkräften aus Ochtrup, Gronau und Steinfurt vor Ort. Aussagen zur Brandursache können nach aktuellem Stand seitens der Feuerwehr nicht getätigt werden. Der Grundschutz für das Ochtruper Stadtgebiet wurde bis zum Mittag durch die Feuerwehr Metelen sichergestellt.
Die Feuerwehr Ochtrup bedankt sich an dieser Stelle herzlich bei allen beteiligten Feuerwehren, Behörden und Firmen für die gute und professionelle Zusammenarbeit bei diesem nicht alltäglichen Einsatz :).
Rückfragen bitte an:
oder
Stadt Ochtrup
Prof.-Gärtner-Str. 10
48607 Ochtrup
FB II Ordnungsamt – Feuerwehr
Telefon: 02553/73-231
Telefax: 02553/73-5231
E-Mail
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