Rettungswache

Ein Standort mit Geschichte...

Bereits seit mehreren Jahrzehnten ist die Rettungswache der Stadt Ochtrup an das Feuerwehrgerätehaus der Stadt-Löschzüge 1&2 angebunden. Nachdem man bereits 1949 den Unfallrettungs- und Krankentransportdienst wieder aufnahm, entschieden sich der Kreis Steinfurt und die Stadt Ochtrup 1972, aufgrund rapid steigender Einsatzzahlen, eine Station zu errichten, die neben der Ochtruper Bevölkerung, auch die Menschen in Metelen und Wettringen versorgen sollte. Mit der neu eingerichteten Station, welche zu ⅓ von den Gemeinden  und zu ⅔ vom Kreis finanziert wurde, haben sich die Verantwortlichen das Ziel gesetzt verletzten und kranken Menschen eine noch schnellere und wirksamere Hilfe zuteilwerden zu lassen. Die Station selbst wurde damals im Feuerwehrgerätehaus Ochtrup untergebracht, wo sie sich auch bis heute noch befindet. 1965 nahmen zwei Angestellte ihre Arbeit an der Rettungswache am Westwall auf. Schnell stieg jedoch die Zahl der Angestellten auf 9 Personen, sodass die Rettungswache tagsüber mit 5 und nachts mit 3 Personen besetzt werden konnte. Im Laufe der Jahre wurde der Fuhrpark immer weiter aufgestockt – 1980 war der Rettungsdienst in Ochtrup mit je einem Rettungstransportwagen (RTW), einem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), sowie einem Krankentransportwagen (KTW) und einem PKW, welcher für leichte Fälle eingesetzt wurde, ausgestattet.

Heute setzt sich das Personal der Lehrrettungswache Ochtrup aus 19 Notfallsanitäter/innen, sowie 3 Auszubildende zusammen. Ihr Einsatzgebiet hat sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht verändert. Auch heute noch ist die Ochtruper Wache primär für die rettungsdienstliche Versorgung der Stadtteile Ochtrup, Langenhorst und Welbergen, sowie für die angrenzenden Gemeinden Metelen und Wettringen zuständig. Somit wird die Notfallversorgung von ca. 35.000 Einwohner sichergestellt. Im Rahmen der überörtlichen Hilfe werden auch Einsätze in den Nachbarstädten Burgsteinfurt, Gronau (Kreis BOR) und Bad-Bentheim (LK NOH) durchgeführt.

Derzeit stehen der Rettungswache Ochtrup für die Notfallversorgung folgende Fahrzeuge zur Verfügung:

  • 1 Rettungstransportfahrzeug („FL-Och-RTW-1“)                                                                                                     Dienstzeit: Mo.-So. von 00:00 Uhr – 24:00 Uhr (24 Stunden täglich)
  • 1 Notarzteinsatzfahrzeug („FL-Och-NEF-1“)                                                                                                                  Dienstzeit: Mo.-Sa. 08:00 Uhr – 20:00 Uhr  ; So./Feiertags 09:00 Uhr – 21:00 Uhr
  • 1 Krankentransportwagen („FL-Och-KTW-1“)                                                                                                                 Dienstzeit: Mo.-Fr. 08:00 Uhr – 18:00 Uhr

Kommt es zu Einsätzen außerhalb der Dienstzeit des Ochtruper NEF, wo ein Notarzt benötigt wird, so kommt dieser entweder aus den angrenzenden Städten Burgsteinfurt oder Gronau. Bei Bedarf wird der Rettungsdienst durch den RTH Christoph Europa 2 (Rheine) oder dem ITH Christoph Westfalen (Greven) unterstützt. Hierbei fungieren diese entweder als Notarztzubringer oder auch als Transportkomponente.

Das jährliche Einsatzaufkommen liegt bei rund über 2.400 Einsätzen, von denen bei ca. 800 eine Notarztindikation vorliegt. Im Vergleich zu den letzten Jahren kann man eine deutliche Zunahme der Rettungsdienst-Einsätze im Kreis feststellen. Die zunehmende Hilfslosigkeit der Menschen und die Folgen des demographischen Wandels werden die Zahlen auch in Zukunft weiter steigen lassen.

Einsatzzahlen Kreis Steinfurt

Besondere Gefahrenpotentiale im Einsatzgebiet der Rettungswache Ochtrup bieten neben der Autobahn BAB 31 und der Bundesstraße B54, der Munitionszerlegebetrieb „Muni Berka“, die Sondermülldeponie „GMU“, sowie das Designer-Outlet-Center Ochtrup (DOC), welches vor allem an Wochenenden und Feiertagen mehrere tausend Besucher anlockt.

Die Rettungswache am Westwall verfügt neben seinen drei Stellplätzen in der Fahrzeughalle, über einen Aufenthaltsraum, einer Küche, zwei Ruheräume, Büroräume sowie einen Bereitschaftsraum für den diensthabenden Notarzt. Des Weiteren befinden sich im neu entstandenen Anbau ein Materiallager, ein Desinfektionsraum und ein Umkleidetrakt. Aufgrund der erhöhten Personalstärke und der baulichen Situation des Gebäudes wird derzeit über Pläne für einen Neubau diskutiert. Ob die Rettungswache auch zukünftig an dem neuen Feuerwehrgerätehaus angeschlossen werden soll, wird derzeit von Stadt und Kreis beraten.