Einsatzort: Ochtrup
Straße: Weiner
Alarmzeit: 17.09.2026 – 04:02 Uhr
Einsatzbericht:
Die Feuerwehr Ochtrup wurde am frühen Donnerstagmorgen mit dem Einsatzstichwort „Bauernhofbrand“ in die Bauernschaft Weiner alarmiert. Laut erster Meldung der Kreisleitstelle Steinfurt sollte es im Bereich einer Scheune mit einer geschätzten Grundfläche von rund 200 Quadratmetern zu einem Brandausbruch gekommen sein. Des Weiteren erhielten die Kräfte der Feuerwehr die Information, dass sich noch Tiere in dem betroffenen Gebäude befinden sollten. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung sowie Flammenschein feststellbar.
Bei Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr an der Einsatzstelle bestätigte sich die Erstmeldung. In einer freistehenden Scheune mit angeschlossenem Hundezwinger und einer Grundfläche von rund 200 Quadratmetern, welche sowohl zur Unterbringung von Pferden und Hunden als auch zur Unterstellung von Nutzfahrzeugen, Werkzeugen und weiteren Gegenständen genutzt wurde, war es im hinteren Bereich des Gebäudes zu einem Brand gekommen. Bei dem betroffenen Bereich handelte es sich um ein Futtermittellager sowie den bereits erwähnten Hundezwinger. Das Feuer hatte bereits auf den Dachstuhl der Scheune – insbesondere im Bereich des Firstverlaufs – übergegriffen und drohte, sich auf weitere Gebäudeteile und den gesamten Dachstuhl auszubreiten. Zudem befand sich ein Wohnhaus in unmittelbarer Nähe zum Brandobjekt, welches zum Zeitpunkt des Eintreffens der Feuerwehr jedoch nicht unmittelbar gefährdet war.
Den Bewohnern gelang es, die im Brandobjekt untergebrachten Pferde und Hunde vor Eintreffen der Feuerwehr zu retten und in Sicherheit zu bringen. Ein Hund konnte leider weder durch die Anwohner noch durch die Feuerwehr gerettet werden und verstarb im Brandobjekt.
Die Feuerwehr setzte in der Anfangsphase zwei Trupps unter Atemschutz mit jeweils einem C-Rohr von beiden Gebäudeseiten zur Brandbekämpfung und Riegelstellung ein. Des Weiteren wurden über die Drehleiter Teile der Dachhaut des Gebäudes geöffnet und das Feuer aus dem Korb der Drehleiter mit einem handgeführten Strahlrohr bekämpft. Durch das Öffnen der Dachhaut über die Drehleiter sowie im weiteren Einsatzverlauf durch vorgehende Kräfte über Steckleiterteile gelang es der Feuerwehr, eine Ausbreitung des Feuers auf größere Teile des Gebäudes zeitnah zu verhindern.
Als glücklicher Umstand erwies sich in diesem Fall die Tatsache, dass das betroffene Dach nicht mit entzündlichen Dämmstoffen isoliert war und das Gebäude über eine Betondecke verfügte. Beide Gegebenheiten erschwerten eine schnelle Brandausbreitung über den gesamten Dachstuhl sowie auf darunterliegende Gebäudeteile. In Kombination mit den zeitnah eingeleiteten Löschmaßnahmen konnte dadurch ein Großteil des Gebäudes erhalten werden. Lediglich im hinteren Gebäudebereich rund um die Brandstelle konnte ein Totalschaden nicht mehr abgewendet werden.
Die Wasserversorgung an der Einsatzstelle wurde durch einen nahegelegenen Unterflurhydranten sowie über einen eingerichteten Pendelverkehr sichergestellt. Ebenfalls vor Ort waren Mitarbeiter der Stadtwerke Ochtrup, welche das Gebäude stromlos schalteten.
Über die Drohne der Feuerwehr Ochtrup konnten die Einsatzkräfte im weiteren Einsatzverlauf vereinzelte Glutnester ausfindig machen und gezielt durch Kräfte am Boden ablöschen. Hierzu wurden unter anderem weitere Teile des Daches geöffnet und die Brandstelle im Anschluss mit einem Schaumteppich abgedeckt.
Im Rahmen der Rettungsmaßnahmen der Tiere durch einen der Eigentümer kam es zu einer leichten Verletzung, die jedoch keinen Transport in ein Krankenhaus erforderlich machte. Ansonsten blieben alle Bewohner und geretteten Tiere glücklicherweise unverletzt.
Mit Abschluss der feuerwehrtechnischen Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Eigentümer übergeben. Aussagen zur Brandursache können seitens der Feuerwehr zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht getätigt werden. Die Polizei war vor Ort und hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Die Feuerwehr Ochtrup war mit rund 80 Einsatzkräften vor Ort.
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