Fit for fire – Sportraum der Feuerwehr Ochtrup

Hanteln, Multipresse und Co. ...

Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner müssen fit und gesund sein, wenn sie buchstäblich „ins Feuer gehen“ oder Menschen und Tiere aus bedrohlichen Notlagen retten wollen. Das gilt gleichermaßen für haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte. Der Dienst in der Feuerwehr ist mit zahlreichen körperlichen Anforderungen verbunden. Wer im Einsatzdienst 112 Prozent geben möchte, muss daher eine gute Portion Kondition und Fitness mitbringen. Genau deshalb sind Sport und gezieltes Training für Feuerwehrangehörige von großer Bedeutung.

 

Die persönliche Schutzausrüstung einer Einsatzkraft samt Zusatzausrüstung, wie etwa einem Atemschutzgerät, ist schwer – rund 25 Kilogramm kommen dabei zum eigenen Körpergewicht hinzu. Wer dann noch Türöffnungswerkzeug, eine Feuerwehraxt, einen Rauchschutzvorhang und ein Schlauchpaket mehrere Etagen bis zur Brandwohnung tragen muss, hat bereits körperlich einiges geleistet, bevor die eigentliche Arbeit – die Brandbekämpfung und möglicherweise die Menschenrettung – überhaupt beginnt.

 

Wer bei der Feuerwehr unter Atemschutz „ins Feuer gehen“ möchte, muss zudem in regelmäßigen Abständen eine arbeitsmedizinische Untersuchung bestehen. Dabei wird überprüft, ob die gesundheitlichen Voraussetzungen für den Einsatz unter Atemschutz weiterhin gegeben sind. Eine ausreichende körperliche Leistungsfähigkeit ist hierfür unerlässlich. Wer die erforderliche Fitness nicht mehr mitbringt, kann nicht mehr als Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden.

 

Doch nicht nur für den Einsatz unter Atemschutz sind Kraft und Ausdauer von großer Bedeutung. Auch bei Einsätzen wie Verkehrsunfällen oder anderen Lagen der technischen Hilfeleistung werden die körperlichen Kräfte der Einsatzkräfte gefordert. Viele Werkzeuge und Arbeitsgeräte der Feuerwehr bringen schließlich einiges an Gewicht mit sich – vom hydraulischen Spreizer über die Tragkraftspritze bis hin zur dreiteiligen Schiebleiter.

Damit sich die Frauen und Männer der Feuerwehr Ochtrup für ihren Einsatz- und Übungsdienst fit halten können, stellt die Stadt Ochtrup am Gerätehaus Ochtrup einen eigenen Fitnessraum für die Kameradinnen und Kameraden aller vier Ochtruper Löschzüge zur Verfügung. Mit der Errichtung des neuen Feuerwehrgerätehauses an der Prof.-Gärtner-Straße im Jahr 2023 entschieden sich die Verantwortlichen ganz bewusst für die Einrichtung eines solchen Sportraumes.

 

Ausgelegt ist der Fitnessraum der Feuerwehr Ochtrup auf ein gezieltes Kraft-Ausdauer-Training. Im Bereich „Cardio“ stehen neben einem Laufband, einem Stepper, einem Indoor-Fahrradtrainer und einem Rudergerät auch im Bereich „Kraft“ zahlreiche Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem eine Multipresse, verschiedene Kurz- und Langhanteln, ein Seilzugturm, eine Hantel- und eine Schrägbank, eine Klimmzugstange sowie Bodenmatten für verschiedene Übungen. Die Sportgeräte konnten allesamt im Rahmen der Auflösung eines Sportstudios kostengünstig aus zweiter Hand erworben werden.

 

Innerhalb der Feuerwehr Ochtrup besteht zudem die Möglichkeit, von einem aktiven Feuerwehrmitglied mit lizenziertem Trainerschein einen individuellen Trainingsplan erstellen zu lassen. So kann das Training gezielt auf die persönlichen Ansprüche und Wünsche abgestimmt werden. Darüber hinaus haben die Mitglieder der Feuerwehr Ochtrup im Sommer die Möglichkeit, das Bergfreibad Ochtrup kostenlos zu besuchen und sich dort auf den 50-Meter-Bahnen beim Schwimmen fit zu halten.

 

Doch Sport macht erst richtig Spaß, wenn man ihn gemeinsam macht. Genau aus diesem Grund gibt es bei der Feuerwehr Ochtrup bereits seit längerer Zeit eine „Zirkel-Trainingsgruppe“, die sich jeden Montagabend zum gemeinsamen Training trifft. Und nicht nur die aktiven Kameradinnen und Kameraden nutzen das umfangreiche Sportangebot: Auch die Mitglieder der Ehrenabteilung sind regelmäßig im Sportraum aktiv. Mittlerweile ist der Raum daher jeden Mittwoch fest für das gemeinsame Training der Ehrenabteilung reserviert.

 

Die Freude über das feuerwehrinterne Sportangebot ist innerhalb der Mannschaft groß. Auch die gute Nutzung des Angebotes freut die Verantwortlichen. Denn fitte Einsatzkräfte profitieren nicht nur von einer besseren körperlichen Leistungsfähigkeit im Einsatz, sondern können dadurch auch dazu beitragen, das Risiko für schwere Atemschutzunfälle und andere Verletzungen im Einsatz- und Übungsdienst zu reduzieren.

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