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Richtfest am Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses Langenhorst

Beim Richtfest für das neue Feuerwehrgerätehaus am Donnerstagnachmittag in Langenhorst war alles etwas anders als sonst. Das lag einerseits an der Bauweise des Gebäudes, das eigentlich ohne Holzkonstruktionen auskommt, und andererseits daran, dass es die berühmten Lieferschwierigkeiten für das bestellte Fertigdach gab.

Also ließ sich Mauerer- und Betonbaumeister Werner Scheipers von der Ochtruper Baufirma Bode nicht lange bitten und schlüpfte in die Rolle des dichtenden Zimmermanns. „Damit der Bürgermeister was zum Hämmern hat, haben wir hier einen großen Nagel und einen Betondübel vorbereitet“, schmunzelte er vom Flachdach des Funktionsanbaus neben der großzügigen Fahrzeughalle mit Blick auf die Besucherschar zu seinen Füßen. Der vom Langenhorster Löschzug fein in Rot und Blau gewundene Richtkranz wurde mit dem Baukran in luftige Höhe gezogen. Von ihm hatte Werner Scheipers vorher ein Stück rotes Kreppband abgeschnitten und um den schon erwähnten Nagel geknotet. Polier Ralf

Zwar fehlte noch das vorgefertigte Dach wegen Lieferschwierigkeiten, aber Richtfest für das neue Feuerwehrgerätehaus für Ochtrup-Langenhorst wurde dennoch gefeiert – mit einem von Feuerwehrleuten gebatselten Richtkranz

Leusing hielt die Flasche Korn und das Pinnchen bereit – also stand den symbolischen Hammerschlägen nichts mehr im Wege.

Der Bauleiter blickte auf die bisherigen Bauarbeiten und die Bestimmung des Hallengebäudes, dankte allen Handwerkern und wünschte den künftigen Nutzern alles Gute. Und er schaffte es locker, die Festgemeinde zu einem vielstimmigen „Großer Gott, wir loben Dich“ zu animieren.

Nach Sprüchen und Korn war dann der feuerwehrbegeisterte Bürgermeister an der Reihe, also am Hammer. Mag sein, dass seine jüngst ausgeheilte Hand-Verletzung ihn zur Zurückhaltung beim Draufhauen zwang oder seine Sparsamkeit – war doch vom Polier angedroht worden, dass für jeden Fehlschlag eine Kiste Bier für die Feuerwehrleute zu zahlen war.

Am Ende war der Nagel mit vielen gezielten Schlägen versenkt und die Blauröcke konnten sich lediglich über zwei Kisten Freitrunk freuen.

Offiziell erläuterte der Bürgermeister dann den Entscheidungsweg und die Planungsarbeiten für das neue und eben dringend benötigte Spritzenhaus. „Das neue Feuerwehrauto muss derzeit noch aus Platzgründen im Großzelt ein Camper-Dasein fristen“, führte Hutzenlaub die Raumnot vor Augen. Auch für die Rettungskräfte gebe es an alter Stelle viel Behelf. Kai Hutzenlaub dankte Rat und Verwaltung für Augenmaß und Entscheidungsfreude, dem Architekturbüro Kaplan aus Siegen mit seinem Bauverantwortlichen Jörg Vetter und den ausführenden Firmen für die bestens erbrachten Arbeiten. Er hoffte auf einen endgültigen Bezugs- und Indienststellungstermin im Februar oder März des kommenden Jahres und blickte ebenfalls auf die Zukunft des rund 2,2 Millionen Euro teuren Gesamtvorhabens. „Wir haben jetzt schon etwas Luft nach oben im Blick gehabt“, erläuterte Hutzenlaub mögliche Erweiterungsnotwendigkeiten.

Über aufmerksame Nachbarn können sich die Lan­genhorster Blauröcke um ihren Löschzugführer Ralf Hagemann jetzt schon freuen. Diese hatten schon vor dem offiziellen Hämmern mit einem großen Blumengebinde den Langenhorster Feuerwehrleuten sowie den Stadtbrandinspektoren Andreas Leusing und Jörg Veldermann gratuliert. Anschließend gab es ausreichend Gelegenheit für Feuerwehrleute und vielen Gästen anhand der ausgehängten Bauzeichnungen zu fachsimpeln und sich in lockerer Runde bei ausreichender Verpflegung auszutauschen.

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