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Kreisalarmübung der Jugendfeuerwehren in Hörstel

Schon nach 75 Minuten war die Kreisalarmübung der Feuerwehrjugend beendet. Fast alle gesteckten Aufgaben und Ziele wurden erreicht. „Aber der plötzlich stark einsetzende Regen zwang die angehenden Retter, ihre weiteren Übungen schnell zu beenden“, stellte der Koordinator Stephan Grüter vom Löschzug aus Hörstel fest. Zusammen mit Stadtjugendfeuerwehrwart Björn Dahlhaus hatte er als Gastgeber die 22 Jugendfeuerwehren im Kreis Steinfurt am Samstag nach Hörstel eingeladen. Auch der Ochtruper Nachwuchs war dabei.

Menschen retten, technische Hilfestellung leisten und Brände löschen: Mit diesen Szenarien mussten sich die Nachwuchs-Kameraden der Feuerwehren im verrgneten Hörstel auseinandersetzen.
 

Während der verschiedenen Übungen wurden an festgelegten Einsatzorten 30 Personen gerettet, 67 C-Rohre verlegt und weitere acht B-Rohre sowie vier Wasserwerfer eingesetzt: So sah es der Plan der Organisationsleiter Grüter und Dalhaus vor.

Die gesteckten Aufgaben waren auf die vier Ortsteile Dreierwalde, Bevergern, Riesenbeck und Hörstel verteilt. Auf dem ehemaligen Flugplatzgelände in Dreierwalde waren gleich mehrere Szenarien zu bewältigen. Menschenrettung in der Halle, Wasserversorgung aus der Aa herstellen, eine Person aus einen verunfallten Pkw retten und anschließend den Brand bekämpfen: Die 320 Jugendlichen hatten ordentlich zu tun.

In Bevergern auf dem Gelände der Firma Polyvlies war Menschenrettung aus einer Halle zu leisten und eine Wasserversorgung aus dem Löschteich herzustellen sowie eine Riegelstellung zu den übrigen Hallen zu bilden.

Gleich um die Ecke, in Hörstel vorm Gerätehaus an der Dornierstraße bei der Firma VHV, galt es für den Feuerwehr-Nachwuchs ebenfalls einen Menschen zu retten, dieses Mal über eine Leiter. Darüber hinaus mussten sich die jungen Helfer um die Brandbekämpfung kümmern und eine Riegelstellung zum angrenzendem Wald errichten, schilderte Einsatzleiter An­dreas Rüping.

Zum Finale mit anschließender Lagebesprechung trafen sich die 22 Jugendfeuerwehr-Teams dann mit rund 60 Fahrzeugen im Gerätehaus in Hörstel. Kreisjugendfeuerwehrwart Frank Klose bedankte sich bei allen Teilnehmern. „Ich habe eine tolle Organisation mit hervorragender Aufgabenstellung und einen großen Einsatz mit viel Motivation bei den 320 Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahre gesehen“, lobte er. Mit dabei waren auch einige Mitglieder des Deutschen Roten Kreuzes und des SC Hörstel, die als „Verletzte“ mitwirkten.

Klose betonte die Bedeutung der kreisweiten Übung, die seit 2002 jedes Jahr stattfindet. Sie sei ein „wichtiger Programmpunkt in Sachen Ausbildung und Nachwuchsförderung“. Für die angehenden Retter sei es eine beliebte Veranstaltung, auf die das ganze Jahr hingefiebert würde. Die Übung stärke das Gemeinschaftsgefühl. Die Jugendlichen könnten vor Ort einmal zeigen, was sie gelernt haben und sich mit anderen Kameraden messen.

Dazu erklärte Stadtjugendfeuerwehrwart Björn Dahlhaus: „Wir in Hörstel haben eine starke Jugendfeuerwehr. Jeder Löschzug in den Ortsteilen konnte sein eigenes Übungsszenario aufbauen.“ Organisationsleiter Stephan Grüter strahlte am Ende: „Ich bin sehr zufrieden. Alle gestellten Aufgaben wurden hervorragend gelöst. Die Jungs und Mädels waren alle toll vorbereitet und mit sehr viel Motivation bei der Sache.“ Die anschließende Grillwurst und das gekühlte Getränk waren der Dank für ihren Einsatz.

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