Bauprojekt Gerätehaus Ochtrup

Tiefbauarbeiten zum Pumpenprüfstand machen den Anfang…

Erste Baumaßnahmen sind gestartet...

Wenn man nach dem Herzstück eines klassischen Feuerwehrautos gefragt wird, liegt die Antwort praktisch auf der Hand. Das wohl möglich bedeutendste Hilfsmittel der Einsatzkräfte im Brandfall ist neben Pressluftatmer, Strahlrohr, Schlauch und Co. vor allem die Feuerlöschkreiselpumpe, welche das Löschwasser mit genügend Druck zum Brandherd befördert. Feuerlöschkreiselpumpen sind speziell für die Brandbekämpfung konstruierte Strömungsmaschinen zur Förderung von Löschwasser jeglicher Art. Hierbei unterscheidet man die sogenannten Einbaupumpen (FPN), welche fest im (Tank-)Löschfahrzeug integriert sind und über den Nebenantrieb des Fahrzeugmotors angetrieben werden, von den  tragbaren Pumpen (Tragkraftspritze bzw. PFPN), die i.d.R. durch einen eigenen Motor – meist einem Ottomotor angetrieben werden. Die sogenannten Vorbaupumpen bzw. Frontpumpen sind aufgrund deren Herausnahme aus dem Normkatalog nur noch an älteren Bestandsfahrzeugen (Bsp. LF 16 TS) zu finden.

Jede Feuerlöschkreiselpumpe, aber auch alle wasserführenden Armaturen sind laut DGUV-Vorschrift alle 12 Monaten einer Belastungsprüfung zu unterziehen. Anders als die besagten wasserführenden Armaturen (Bsp. Strahlrohre, Verteiler, …), welche im Rahmen dieser Überprüfung mit Druck beaufschlagt werden müssen, sind die Feuerlöschkreiselpumpen über einen sogenannten Pumpenprüfstand anhand der vorgegebene Garantiepunkte zu testen. Diese Leistungsprüfung an einem Pumpenprüfstand muss in regelmäßigen Abständen durch den Gerätewart durchgeführt werden, um die Funktionssicherheit der Pumpen zu gewährleisten.

Fotos: Dennis Tocke

Im Rahmen der Neuerrichtung des Feuerwehrgerätehauses am Standort Pestalozzischule entschieden sich die Verantwortlichen erstmals dazu, einen Pumpenprüfstand  in das neue Spritzenhaus zu integrieren. Die Feuerwehr Ochtrup verfügt aktuell über 11 Feuerlöschkreiselpumpen aufgeteilt auf die drei Standorte in Ochtrup, Langenhorst und Welbergen. Die besagten Prüfungen konnten in der Vergangenheit mangels Möglichkeiten (d.h. fehlendem Pumpenprüfstand) nicht durchgeführt werden. Grundsätzlich gibt es im Kreis Steinfurt und der näheren Umgebung keine Anlaufadresse, wo die vorgeschriebenen Leistungsprüfungen anhand aller Garantiepunkte durchgeführt werden können. In den vergangenen Jahren kam es somit immer wieder zu Pumpendefekten in Verbindung mit nicht unerheblichen Reparaturkosten, die durchaus eine Folge mangelnder Überprüfung darstellen. Da der Ausfall einer Pumpe im Einsatzfall zu nicht auszumalenden Schäden an Einsatzkräften oder anderen Menschen und deren Sachgütern führen kann, ist eine vorschriftsmäßige Überprüfung wichtig, um ein Organisationsverschulden der Feuerwehr ausschließen und die Sicherheit in diesem Punkt weiterhin gewährleisten zu können.

Da sich die Feuerwehr Ochtrup für eine sogenannte „Brunnenanlage“ und gegen eine mobile Version entschieden hat, machten die Tiefbauarbeiten den Start für die ersten Baumaßnahmen auf dem ehemaligen Schulgelände. Somit startete bereits Anfang Mai die Firma Heinsberger Grundbau GmbH mit den Tiefbauarbeiten zur Vorbereitung für den Bau des Pumpenprüfstand. Am vergangenen Donnerstag konnte der eigens für das Gerätehaus Ochtrup angefertigte Stahltank der Firma Fladt Engineering GmbH aus dem baden-württembergischen Kehl eingesetzt werden. Die Verantwortlichen hoffen Mitte diesen Woche die Tiefbauarbeiten für den Pumpenprüfstand vorerst abschließen zu können. Bereits seit Montag sind zudem Mitarbeiter der Firma Plass GmbH aus Wettringen damit beschäftigt, die Erdarbeiten auf dem Baugrundstück voranzutreiben und die Unebenheiten auf dem Gelände auszugleichen. Läuft alles nach Plan, so rücken bald schon die ersten Bautrupps an, sodass mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.

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